Die Maler Filip Zorzor und Patrick Cierpka präsentieren ihre neuesten Arbeiten im Dialog, vom 13. März bis 15. Mai 2026 in der Kunstgalerie des Rumänischen Kulturinstituts „Titu Maiorescu“ Berlin. Die Vernissage findet am Freitag, den 13. März 2026, um 19:00 Uhr statt, mit einer Einführung von Kristian Jarmuschek, Galerist, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Kunsthändler, künstlerischer Leiter der art karlsruhe und Geschäftsführer der POSITIONS Berlin.
Durch die Gegenüberstellungen und Intersektionen ihrer Ansätze entsteht ein Raum kreativer und intellektueller Interferenz, in dem ästhetische Sensibilität auf historischen und kulturellen Anspruch trifft.
Die Position Patrick Cierpkas bezieht sich in dieser Ausstellung auf das japanische Wort „Komorebi“ – jenes kaum übersetzbare Wort für das Sonnenlicht, das durch Blätter fällt. Komorebi beschreibt nicht nur ein optisches Phänomen, sondern eine ästhetische Haltung: Flüchtigkeit, Achtsamkeit, das Ineinander von Licht und Schatten, das nur im Moment existiert. Filip Zorzor setzt sich mit Paul Celan und seinem Gedichtband „Lichtzwang“ auseinander. Bei Celan erscheint Licht weniger als Naturerscheinung, sondern als Verdichtung, als Zwang zur Erkenntnis, als Konfrontation mit Geschichte und Erinnerung. Sprache wird hier zum Ort der „semantischen Explosion“, in der Sinn produziert, gebrochen und neu formiert wird. Zorzor überträgt dieses Prinzip in Malerei.
Wo „Komorebi“ das flüchtige Geschenk des Moments beschreibt, thematisiert „Lichtzwang“ die Unausweichlichkeit von Wahrnehmung und Erinnerung.
Weitere Informationen finden Sie hier.
