25. August 2026
Pressemitteilung
Am Dienstag, dem 25. August 2026, traf die rumänische Außenministerin Oana Țoiu mit dem hessischen Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung, Manfred Pentz, zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der regionale Kontext und die bilateralen Beziehungen, wirtschaftliche und Investitionsmöglichkeiten sowie die rumänische Gemeinschaft im Land Hessen.
Auf der Agenda des Treffens stand die Wiederaufnahme der Arbeit der Hessisch-Rumänischen Regierungskommission. Beide Seiten beschlossen, die Kommission im Herbst dieses Jahres in Bukarest einzuberufen – erstmals seit ihrer Gründung vor acht Jahren. Gleichzeitig soll ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft stattfinden. „Damit wollen wir unsere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit eng verzahnen“, sagte der hessische Europaminister Manfred Pentz. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass der jährliche Handelsaustausch zwischen Rumänien und Hessen die Marke von zwei Milliarden Euro erreicht hat und gegenüber dem Vorjahr um 10 % gestiegen ist.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs lag auf dem bedeutenden Beitrag der rumänischen Gemeinschaft in Hessen. Unter den aus EU-Mitgliedstaaten nach Deutschland zugewanderten Bürgerinnen und Bürgern stellt die rumänische Gemeinschaft die zahlenmäßig größte Gruppe dar, die zum Sozialversicherungssystem beiträgt, und weist zugleich die höchste Beschäftigungsquote auf. Die beiden Politiker erörterten die Förderung des Unterrichts in rumänischer Sprache an Schulen in Hessen sowie die Unterstützung des deutschsprachigen Bildungswesens in Rumänien.
Darüber hinaus sprachen die beiden Amtsträger über die Prioritäten der Europäischen Union, mit besonderem Augenmerk auf die Verhandlungen über den künftigen Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2035 und die Bedeutung der Kohäsionsmittel. „Bei den aktuell laufenden Verhandlungen um den Mehrjährigen Finanzrahmen geht es um viel Geld. Starke Regionen sind im Interesse von Hessen und Rumänien.“
Die rumänische Außenministerin stellte ihrem Gesprächspartner die gemeinsame Position der 16 Staaten der Gruppe „Freunde der Kohäsion“ vor. Außenministerin Oana Țoiu war von diesen Staaten beauftragt worden, das gemeinsame Schreiben auch im Rat für Allgemeine Angelegenheiten in Brüssel anlässlich seiner Vorstellung zu präsentieren. Darüber hinaus erörterten sie den Erweiterungsprozess der Europäischen Union, insbesondere im Hinblick auf die Staaten des westlichen Balkans. „Die Länder zwischen Kroatien und Griechenland gehören zu Europa – und sie gehören in die EU. Darin waren sich die Außenministerin und ich sofort einig“, erklärte Staatsminister Pentz.
