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Ionela van Rees-Zota bei den Elite Literary Awards International für den Band „Ich habe dir geschrieben, bis du mich gehört hast“ ausgezeichnet

Von Ion Marius Tatomir
26. August 2026

Die rumänische Literatur, die jenseits der Landesgrenzen entsteht, bestätigt einmal mehr ihre Stärke und ihre Fähigkeit, Erfahrungen, Lebenswege und Stimmen aus unterschiedlichen geografischen Räumen miteinander zu verbinden.

Ionela van Rees-Zota aus Deutschland wurde bei der ersten Ausgabe des internationalen Literaturwettbewerbs Elite Literary Awards International mit einer Anerkennung in der Sparte Prosa, Kategorie über 35 Jahre, für ihren Band „Ich habe dir geschrieben, bis du mich gehört hast“ ausgezeichnet, der im Mai in Nürnberg vorgestellt wurde.

Die Auszeichnung wird durch ein Exzellenzdiplom des Europäischen Zentrums für Kulturelle Exzellenz bestätigt, unterzeichnet von Gelu Vlașin, dem Vorsitzenden der Jury, im Rahmen der Ausgabe 2026 des Wettbewerbs.

Der Wettbewerb Elite Literary Awards International wird vom Europäischen Zentrum für Kulturelle Exzellenz (CEPEC) in Partnerschaft mit Rețeaua Literară und dem Verlag Pentru Artă și Literatură organisiert und umfasst vier Kategorien: Lyrik, Prosa, Essay und Theater. Der Wettbewerb bringt Autorinnen und Autoren aus Rumänien und der Diaspora zusammen – von literarischen Nachwuchstalenten bis hin zu bereits etablierten Schriftstellerinnen und Schriftstellern.

Die Präsenz rumänischer Autorinnen und Autoren aus dem Ausland war bedeutend, und die Ergebnisse unterstreichen den internationalen Charakter des Wettbewerbs. Ein relevantes Beispiel bietet die Sparte Lyrik, Kategorie über 35 Jahre: Den ersten Preis erhielt Florin Stroe aus Leipzig, Deutschland, den zweiten Preis Dan C David aus Los Angeles, USA. Beide sind Beispiele dafür, dass rumänischsprachige Literatur auch Tausende Kilometer von Rumänien entfernt weiterhin geschrieben und gepflegt wird.

Die eingereichten Texte wurden von einer Jury bewertet, der Tudor Crețu – Schriftsteller und Literaturkritiker, Mircea Pricăjan – Prosaautor, Übersetzer und Herausgeber, Gelu Vlașin – Dichter und Kulturförderer, Präsident des CEPEC und Vorsitzender der Jury, sowie Andrei Zbîrnea – Dichter und Kulturjournalist – angehörten.

In der Sparte Prosa, Kategorie über 35 Jahre, ging der erste Preis an Adrian Teleșpan aus Bukarest, der zweite Preis an Luminița Rusu aus Cluj-Napoca und der dritte Preis an Ruxandra Manea aus Brașov. In derselben Kategorie erhielt Ionela van Rees-Zota aus Deutschland eine Anerkennung für ihren Band „Ich habe dir geschrieben, bis du mich gehört hast“.

Über die Geschichte des Buches hob Gelu Vlașin, Vorsitzender der Jury, insbesondere die emotionale Intensität und die Qualität des Leseerlebnisses hervor:

„Mir hat die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, sehr gut gefallen. Sehr, sehr emotional, stellenweise traurig, aber angenehm zu lesen …“

Seine Worte erfassen eine der prägenden Dimensionen des Bandes „Ich habe dir geschrieben, bis du mich gehört hast“: die Fähigkeit einer Geschichte, über eine bloße Abfolge von Ereignissen hinauszugehen und jene sensible Ebene zu erreichen, auf der Erinnerung und Emotion miteinander verschmelzen.

Bereits der Titel des Buches trägt ein Versprechen und zugleich eine Form der Beharrlichkeit in sich: zu schreiben, bis der andere hört. Nicht nur so lange, bis alles gesagt wurde, was man zu sagen hatte, sondern so lange, bis das Wort die Distanz zwischen zwei Menschen überwinden kann. Es ist der Unterschied zwischen Sprechen und Gehörtwerden, zwischen Schreiben und dem Vermögen, durch das geschriebene Wort den anderen tatsächlich zu erreichen.

Die Buchvorstellung im Mai in Nürnberg verleiht dieser Anerkennung eine besondere Bedeutung. Für eine rumänische Autorin, die in Deutschland lebt und schreibt, kann die rumänische Sprache weit mehr sein als ein literarisches Ausdrucksmittel: Sie wird zu einem Raum, in dem Erinnerung, Identität, gegenwärtige Erfahrungen und die Verbindung zu den eigenen Wurzeln gemeinsam fortbestehen.

In diesem Sinne steht die Auszeichnung von Ionela van Rees-Zota nicht allein für den Weg eines einzelnen Buches, sondern zugleich für die lebendige Präsenz der rumänischen Literatur in der Diaspora. Von Nürnberg und Leipzig bis nach Los Angeles schreiben und veröffentlichen rumänischsprachige Autorinnen und Autoren weiterhin und tragen die rumänische Literatur in Gemeinschaften, die Tausende Kilometer voneinander entfernt sind.

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Elite Literary Awards International werden im Mai 2027 im Rahmen der Gala Premiilor Rețeaua Literară im Kulturpalast von Bistrița vorgestellt. Im August 2027 werden sie zudem zum Literatur- und Kreativcamp „Întâlnirile de la Telciu“ eingeladen.

Für „Ich habe dir geschrieben, bis du mich gehört hast“ setzt sich damit der Weg, der mit der Begegnung mit den Leserinnen und Lesern in Nürnberg begann, mit einer literarischen Anerkennung fort.

Und vielleicht liegt zwischen dem Titel des Buches und dieser Auszeichnung ein schöner Zufall. Manchmal schreibt ein Autor, ohne zu wissen, wie weit seine Worte reichen werden. Er vertraut sie zunächst dem Papier und anschließend den Leserinnen und Lesern an – und von dort aus suchen sie sich ihren eigenen Weg.

„Ich habe dir geschrieben, bis du mich gehört hast“ wurde geschrieben, um gehört zu werden. Und diese Auszeichnung sagt auf eine einfache und schöne Weise, dass die Geschichte den anderen erreicht hat. Dass sie gelesen wurde. Dass sie berührt hat. Dass sie gehört wurde.

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